Online-Fortbildung: Die gender-inklusive gynäkologische Praxis
Mittwoch, 02.12.2026, 16:30-18:00 Uhr, digital
Queere Menschen werden im Gesundheitssystem nachweislich schlechter versorgt als nichtqueere
Personen. Insbesondere der Zugang zu geschlechtsspezifischen medizinischen
Leistungen ist für trans*, inter* und nicht-binären (tin*) Menschen nach wie vor stark
eingeschränkt. Sie stoßen auf strukturelle Diskriminierung, aber auch auf unzureichendes
Wissen und mangelnde Sensibilität beim Fachpersonal. Gleichzeitig wird von medizinischen
Fachkräften erhöhter Fortbildungsbedarf zu queeren Themen geäußert. Mit dieser Veranstaltung
soll ein Blick auf den gynäkologischen Praxis-Alltag gelegt und Hürden sowie Potentiale zur
Inklusion von tin* Perspektiven besprochen werden.
Wie können gynäkologische Praxen für TIN* Personen zugänglicher werden? Welche Hürden
erleben TIN* Patient*innen in der gynäkologischen Versorgung – und wie können diese abgebaut
werden? Was ist bei der Krebsvorsorge bei TIN* Personen zu beachten? Können inter* Personen
schwanger werden? Brauchen trans* Personen Verhütungsberatung? Wie können Praxisräume
und -abläufe genderinklusiv umgestaltet werden? Wie können Unsicherheiten im Umgang mit
TIN* Personen reduziert werden?
Um diese und weitere Fragen wird es in der Fortbildung gehen. Ziel ist es, Unsicherheiten im
Umgang mit TIN* Personen zu reduzieren, sowie ein Bewusstsein für die aktuelle
Versorgungssituation und die Bedarfe genderqueerer Patient*innen zu schaffen. Begrifflichkeiten
werden geklärt und die Bedeutung des Gesundheitssystems für die Lebensrealitäten von TIN*
Personen wird aufgezeigt. Im Fokus stehen die Erfahrungen, die Versorgungslage und die
Verbesserungsbedarfe von TIN* Personen in der gynäkologischen Praxis.
Zielgruppe: Die Fortbildung ist auf Gynäkolog*innen ausgerichtet, die in der
ambulanten Versorgung tätig sind. Aber auch Praxispersonal, interessierte Hebammen
und medizinische Fachkräfte aus der Klinik oder anderer Fachrichtungen sind herzlich
eingeladen. Das Angebot richtet sich an Fachpersonal aus Nordrhein-Westfalen. Vorkenntnisse
sind nicht nötig.
Sollte Interesse an einer CME-Zertifizierung bestehe, geben Sie dies bitte bei der
Anmeldung an.
Referent*innen: Toni Böhm – Hebamme, Cocoon – queerfeministisches
Hebammen*kollektiv (keine Pronomen) und Taleo Stüwe - Arzt und medizinischer
Referent (er/ihm)
Anmeldung: Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Wir bitten um eine
verbindliche Anmeldung bis zum 26.11.2026. Anmeldungen, Kontakt für Fragen und
Anliegen für die Teilnahme bitte an: info@lako-trans.nrw
Die Veranstaltung findet online über die Plattform Zoom statt. Die Zugangsdaten werden circa
eine Woche vor Veranstaltungsbeginn verschickt.